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24.6.18 (heute) um 17 Uhr: Gelände des Hebenshäuser Dorfprojektes,Gründung der Bürgerinitiative Neb-bleibt-ok!

Worum es geht: Auf 80 Hektar soll zwischen Hebenshausen und Eichenberg Bahnhof ein Logistikgebiet entstehen. Seit Generationen wird die Fläche (Domäne) von einem Landwirt genutzt und ist mit ihren 80 Bodenpunkten besonders schützenswert und selten in Deutschland. Das interessiert die meisten Gemeindevertreter nicht. Nun wurde die riesige Fläche an die Dietz-AG verkauft.
siehe HNA-Bericht: https://www.hna.de/lokales/witzenhausen/neu-eichenberg-ort81650/neu-eichenberger-sondergebiet-logistik-ist-verkauft-9962389.html

Damit steigt der aktuelle Flächenbestand von unbebauten und im Bau befindlichen Grundstücken der Dietz Gruppe auf über 2 Mio. m². Zudem hat die Dietz-AG 198 Millionen Euro Eigenkapital. Die Dietz-AG wird die Fläche erschließen und an einen Investor weitergeben. Die Gemeinde Neu-Eichenberg soll der logistische Mittelpunkt Europas werden.

Über die Medien werden die Einwohner mit frei erfundenen Zahlen zu möglicherweise entstehenden Arbeitsplätzen manipuliert. Vor 6 Wochen sprach die ehemalige Bürgermeisterin Ilona Rohde-Erfurt noch von 4000 Arbeitsplätzen, mittlerweile spricht sie von 1000. Falls die Arbeitplatzprognose derart weiter sinkt, sind bei Baubeginn nur noch ein paar Arbeitsplätze übrig. Das zweite Argument der Befürworter ist die eventuell zu erwartende Gewerbesteuer. Wie hoch die allerdings ausfallen wird, kann jetzt noch nicht realistisch berechnet werden. Sie hängt unter anderem stark von der Zahl der Arbeitsplätze und dem Lohnniveau ab.

Argumente gegen das Logistikgebiet:

Die Versiegelung von wertvollem Ackerland
Teilt man die Fläche, die weltweit für Acker zur Verfügung steht, gleichmäßig unter allen Menschen, bekäme jeder 2000 Quadratmeter. Die 80 Hektar müssten also theoretisch 400 Menschen satt machen, sie kleiden und auch noch für deren Biodiesel reichen. Wenn wir mehr Fläche brauchen, als uns zusteht, nehmen wir anderen - meist ärmeren - Menschen Fläche weg.
Deutschland kann sich selbst schon lange nicht mehr ernähren. Wir Deutschen nehmen 5,5 Millionen Hektar im Ausland in Anspruch, um unseren Bedarf an Agrarprodukten zu decken.Wir sind darauf angewiesen, dass die Bauern in den ärmsten Ländern der Welt zu oft unmenschlichen Bedingungen unser Essen anbauen. Wir müssen den Entwicklungsländern nicht mehr geben, beispielsweise in Form von Spenden, wir müssen ihnen einfach weniger klauen. Trotzdem liegt derzeit die tägliche Umwidmung von unbebautem Boden in bebaute oder anderweitig genutzte Flächen in Deutschland bei circa 66 Hektar am Tag.

Deutschland verfehlt sein Klimaziel für 2020 um 100 Millionen Tonnen
Statt minus 40% erreichen wir nur 32%. Im Bereich Verkehr konnten statt 10 Millionen Tonnen nur 2 Millionen Tonnen des Klimagifts Kohlendioxid eingespart werden. Das ist für Deutschland, den selbsternannten Vorreiter beim Klimaschutz nicht nur peinlich sondern auch noch teuer. Denn für das Verfehlen der Klimaziele muss der Finanzminister Geld auftreiben, mit dem von anderen EU-Staaten Emissionsrechte gekauft werden. Der Preis ist noch ungewiss. Gewiss ist jedoch, dass sowohl wir Steuerzahler ihn zahlen, als auch vor allem die - meist ärmeren- Menschen, die besonders unter dem Klimawandel leiden. Jeder zusätzliche LKW, der in unserem Logistikgebiet ein und ausfahren wird, wird die Problematik verschärfen. Klimaschutz ist Selbstschutz, denn auch in Hessen sind laut Umweltdezernent Dr. Rainer Wallmann, die Auswirkungen des Klimawandels schon zu spüren

Wiederspruch zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung
Die Ziele wurden in Anlehnung an den Entwicklungsprozess der Millenniums-Entwicklungsziele entworfen und traten am 1. Januar 2016 mit einer Laufzeit von 15 Jahren (bis 2030) in Kraft.Der offizielle Titel lautet Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Folgend die Auflistung aller Punkte, denen das Logistikgebiet widerspricht:

- Armut beenden
- Ernährung sichern – den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern
- Gesundes Leben für alle – ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern
- Nachhaltiges Wirtschaftswachstum und menschenwürdige Arbeit für alle – dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern
- Ungleichheit verringern – Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern
- Nachhaltige Städte und Siedlungen – Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten
- Nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen – nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen
- Sofortmaßnahmen ergreifen, um den Klimawandel und seine Auswirkungen zu bekämpfen.
- Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen
- Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen. Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern.
- Umsetzungsmittel und globale Partnerschaft stärken – Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben füllen

Zu diesen Problemen kommen zahlreiche Nachteile für die Anwohner:

- Lärm und die gesundheitlichen Auswirkungen auf uns und unsere Kinder

- Luftverschmutzung und die gesundheitlichen Auswirkungen auf uns und unsere Kinder

- Lichtverschmutzung und die gesundheitlichen Auswirkungen auf uns und unsere Kinder

- Sichtverschmutzung

- das ungelöste Abwasserproblem für Niedergandern

- die Finanzierung des neuen Feuerwehrautos

- Stau auf der B27

Einige ungeklärte Fragen:

- Warum laufen die Planungen mehr oder weniger heimlich ab und warum gab es noch keine Bürgerversammlung, um die Bürger auf dem laufenden zu halten?

- Warum findet die Behandlung der Stellungnahmen in den Sommerferien, am 9.7. statt?

- Warum sind die meisten Bewohner Neu-Eichenbergs nur heimlich gegen das Logistikgebiet?

- Warum will man die ganze Fläche an einen derart reichen, mächtigen Konzern verkaufen und versucht nicht der einfachen Bevölkerung zu mehr Wohlstand und Lebensqualität verhelfen?


Wenn euch dies und mehr interessiert, dann kommt am 9.7. um 19 Uhr zur Gemeindevertretersitzung ins Gasthaus
Waldmann nach Hebenshausen zur Abhandlung der 59 eingereichten Stellungnahmen.



Weitere Termine:


24.6.18 (heute) um 17 Uhr: Gelände des Hebenshäuser Dorfprojektes, Gründung der Bürgerinitiative Neb-bleibt-ok!

26.6.18 um 16 Uhr Marktplatz Witzenhausen, Interview mit der hessischen Ministerin für Landwirtschaft Priska Hinz.

26.6.18 um 19 Uhr Neb bleibt ok- Treffen bei Waldmann in Hebenshausen.

24.7.18 um 9.30 Uhr, Tour de Natur Witzenhausen Johanniberg 14, Radtour von Witzenhausen nach Hebenshausen mit Kundgebung an der geplanten Logistikfläche. Anschließend Getränke und gemütliches Beisammensein in der langen Straße 20 in Hebenshausen.

31.7.18 um 19 Uhr Neb bleibt ok- Treffen bei Waldmann in Hebenshausen.

22.8.18 um ? Uhr bei Waldmann in Hebenshausen, Veranstaltung der Gemeinde zur Änderung des Bebauungsplanes mit Planern und Fachleuten.

Kommt vorbei! Bringt euch ein! Wir sind längst die Mehrheit!
Herzliche Grüße von der Bürgerinitiative für ein lebenswertes Neu-Eichenberg!

Kontakt: neb_bleibt_ok@lists.riseup.net

Gründung Bürgerinitiative gegen Logistikgebiet

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