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Gastro Katastro Kasselisto

Zwischen Krankenhaus und Murhard: Hunger. Wo in der Innenstadt was Kleines& Gescheites& Preiswertes& Warmes essen? Da wäre immer gut die Rathaus-Kantine. Da wird aber um 14.30h schon gewischt. Ratlos im Rathaus. Dann zur Notlösung. Gegenüber bzw. nebendran gibt es eine sich deutsch und rustikal gebende Nachahmung eines Gasthauses. Ich hätt gern sowas wie ne Suppe oder einen Eintopf oder sowas, da kann man nicht so viel falsch machen. Tomate und Gulasch kommen für mich nicht in Frage. Also greife ich zur Notlösung, Sonderangebot Schnitzels. Warum ich die Übersprungshandlung begehe, ausgerechnet das mit Sahne zu bestellen, wird mein Psychoanalytiker ermitteln.
Ich bekomme deshalb natürlich das, was ich verdient habe. Erstens ein durch die Fritteuse aufgebeultes Stück Fleisch aus der Kühle, das immerhin nicht durchgetrocknet worden ist. (Kompliment an den "Koch"! Das ist ein Kunststück!) Darüber ausgekippt die sog. Sahne, leicht rötlich gefärbt. Die dekorative sog. Salatbeilage mit so einer Art frensh dressing aus der Flasche überkippt. Das Beste sind die Fritten, die sind echt gut. Nach einem knappen Drittel gebe ich auf.
Noch besser ist die superfreundliche Bedienung, die vielleicht sogar weiß, welchen Dreck sie hier serviert. Jedenfalls kommt, sie, auf Nachfrage, aus einem Balkan-Land. Also ehem. Jugoslawien.
Wie gesagt, muss ich meine Fehlentscheidungen, nach der Theorie der Aufklärung und nach Freud, auf mein "Selbst" nehmen. Andererseits könnte man behaupten, dass ein Kassel-Mangement dafür verantwortlich ist, dass hier nur noch auf abzufütternde Touristen und Konsumenten gesetzt wird. Wo könnte man denn in der Innnenstadt, wenns drängt, gescheit und bezahlbar essen gehen? Wahrscheinlich nur im Rathaus, zur rechten Zeit.
Schlimmer könnte es für die Zukunft sein. Es stürmt herein ein Pulk von jungen Frauen/Mädchen (wohl aus der nahegelegenen Schule), die, man denke, einen Tisch in diesem attraktiven Ambiente reserviert haben. Werden sie hier darauf trainiert, was es heißt, ein sexy Essen vorgesetzt zu bekommen?
Es wird behauptet, wir lebten in einem zivilisierten Land. Das wird hier widerlegt.

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Kommentare

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Klaus Baum am :

armer martin, ich habe mich vor zirka 7 jahren von einem, der keinen geschmack hat, dazu überreden lassen, in diesem lokal zu essen. mein fazit: nie wieder!
dort gibt es übrigens nur getränke vom coca-cola-konzern, also kein mineralwasser.

MR am :

Dein Einfühlungsvermögen ist intakt. Ich darf bei der gegebenen Gelegenheit nochmal betonen, wie beschämend es ist, dass dieses ganze Kassel-Management es nicht schafft, nicht wenigstens einige kleine spots zu schaffen, die nicht nur abzocken wollen. Wobei man das Volksbegehren nach Nullbezahl-Essen nicht außer acht lassen darf. (Das ist natürlich überall dasselbe. Mir ist es vor langer Zeit auch schonmal gelungen, mich in einer hungrigen Situation auf dem Athener Omonia-Platz erwischen zu lassen. Da wo man viel später auch gegen den Kapitalismus demonstriert hat.) Ob es Europa nochmal schafft, sich zusammenzuraffen und auszuschweifen?

Marlis Cavallaro am :

Ja, armer Martin, warum warste nit in der "richtigen" Kasseler Kneipe mit Theke und Klavier und rumliegendem Riesenhund - nahe an Murhard und Elisabeth-Krankenhaus?
Da plaudert die Chefin, konnte Bratkartoffeln (jedenfalls als ich dort war Mitte Januar) und ebenda haben laut ihrem Bericht schon viele Angehörige von Patienten Sorgen in Bier getunkt, den Verlauf von Behandlungen abwartend....manchmal gibt's da auch Livemusik...(Klavier!).
...jo, wie heißt das Ding denn? In dem weißen Haus, an der Ecke, aufm Weg zum Krankenhaus links...

Marlis Cavallaro am :

Mitgefühl Nummer 2:
Postillion, Brüder-Grimm-Platz...
heißt der Ort. Wenn Du an der Murhardschen entlang tapptest, war es zu oder von Dir übersehen.
Auf jeden Fall mehr das, was man ein Lokal nennen kann...
Und hat normale Bierpreise.

Marlis Cavallaro am :

Ja, armer Martin, warum warste nit in der "richtigen" Kasseler Kneipe mit Theke und Klavier und rumliegendem Riesenhund - nahe an Murhard und Elisabeth-Krankenhaus?
Da plaudert die Chefin, konnte Bratkartoffeln (jedenfalls als ich dort war Mitte Januar) und ebenda haben laut ihrem Bericht schon manche Angehörige von Patienten Sorgen in Bier getunkt, den Verlauf von Behandlungen abwartend....manchmal gibt's da auch Livemusik...(Klavier!).
...jo, wie heißt das Ding denn? In dem weißen Haus, an der Ecke, aufm Weg zum Krankenhaus links...

Marlis Cavallaro am :

Mitgefühl Nummer 2:
Postillion, Brüder-Grimm-Platz...
heißt der Ort. Wenn Du an der Murhardschen entlang tapptest, war es entweder geschlossen oder von Dir übersehen.Vielleicht haben Andere dort keine guten Erfahrungen gemacht? - alles subjektiv.....
Auf jeden Fall ist es doch mehr das, was man ein "Lokal" nennen kann...
Und hat normale Bierpreise.

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