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Hans Scharouns Entwurf für das Staatstheater Kassel als 3D

Das Jahr 1955 steht nicht nur für das Geburtsjahr der documenta Kassel (damals zunächst noch als Beiprogramm der Bundesgartenschau gedacht). Mit diesem Datum verbindet sich zugleich die Erinnerung an den Skandal nicht nur in Kassel, sondern ganz Deutschland: Hans Scharoun wurde vom zuständigen Bauministerium in Wiesbaden der Auftrag für den Bau des Staatstheater Kassel entzogen.
Sein hoch gelobter Entwurf für das Staatstheater Kassel, der mit Abstand zu den anderen Vorschlägen als erster Preis aus einem großen Wettbewerb als Sieger hervorgegangen war, sollte nun doch nicht gebaut werden, obwohl bereits der Grundstein gelegt worden war. Dieser Auftrag wurde in einem geheimen Verfahren an Paul Bode, dem jüngeren Bruder von documenta-Gründers Arnold Bode, weiter gereicht.
Verständlich, dass die Empörung groß war, nicht nur bei Hans Scharoun. Die Gründe dieses Verfahrens waren vielfältig (vergl. Stöbe, Sylvia: Warum kein Staatstheater von Hans Scharoun? Architektursalon Kassel 2009, Selbstverlag). Einer der Gründe war, dass dieses Gebäude für diese Zeit zu ungewöhnlich war und dass es selbst von Fachleuten in seiner Gestalt nicht verstanden worden war. Man war schlicht nicht in der Lage gewesen, die Grundrisse zu lesen, sie zu verstehen, sie gedanklich zu einem dreidimensionalen Bauwerk zusammen zufügen.
55 Jahre später hat es sich der Architektursalon Kassel zur Aufgabe gemacht, aus diesem Entwurf eine 3-D- Simulation anfertigen zu lassen. Im Juni 2017 wurde die 3-D-Simulation im Stadtmuseum Kassel präsentiert und in die dortige Sammlung gegeben.

Interessierte können sie dort oder auch im Internet betrachten, unter der youtube-adresse: https://youtu.be/tJ3FK9grFig

>>Architektursalon Kassel

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