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Nebelwerfer der politischen Drittklassigkeit

Nachdem nun ein mir Unbekannter mit dem ausländischen Namen Kubicki (so etwa wie "Podolski" oder "Lewandowski") gemeint hat, Linke hätten "Argumentationshilfe für G-20-Gewalt" geliefert (Schlagzeile focus-online), habe ich mich doch gerne wieder an Richard Wagner und Karl May erinnert.
Diese beiden waren bereits als "Wegbereiter", "Steigbügelhalter" etc. von unserem deutsch-österreichischen joint-venture, Adolf H., bekannt gemacht worden. Überall, wo man sich mit dem Nachweis von sog. (deutschen) "Ursachen" schwer tut, tritt die "Insinuation" ins Spiel: ein prima ausländisches Wort, das man auch einfach als "Nahelegung" oder "Unterstellung" übersetzen kann.
Nun hat das Medium mit der Schlagzeile eine Frage nicht abwehren können, ohne das zu wollen. Von wem ging denn nun die Gewalt aus? Von einer Truppe von weltweiten Drahtziehern, Mächtigen, narzisstischen Gecken, Politikbegriffslosen, Gewaltbereiten an allen Ecken und Enden der Erde, mit einer wunderbaren Polit-Show, Selbstinszenierung, und ebenso wunderbaren Kosten für Personenschutz und Stadtabsperrung - bei grotesk dürftigen realen Ergebnissen? Mit dem unautonomen, vielmehr wiederum selbstinszenatorischen "Schwarzen Block" hatte man die Munition für den herbstlichen Wahlkampf ("verstärkte Sicherheit") gratis geliefert bekommen. So arbeiten sie also zusammen...

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Kommentare

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klaus baum am :

Auf den Nachdenkseiten finden sich heute Leserbriefe zu der Frage "Wer war der Schwarze Block?" ... Einer namens T.K. beschreibt, wie die Polizei Ausschreitungen inszeniert hat und wie dem Vater der Frau von der Leyen dies dazu verholfen hat, die nächste Wahl zu gewinnen. DIE GRÜNEN verloren zirka 5 Prozent der Stimmen.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=39189 ... (Siehe dort unter Punkt 3: "T.K.: Beobachtungen der Brokdorf-Demo 1986")

Nun wird von der Staatsmacht, die nicht vom Volke ausgeht, behauptet, die Vermummten seien Linke gewesen. Man beliebt zu sagen: Schwarzer Block = Linksextremisten.
Wer ein wenig über Kriminalgeschichte Bescheid weiß, weiß auch, dass es eine Entwicklung hinsichtlich der Ermittlung von Tätern gibt. Die Feststellung eines Täters anhand seiner Fingerabdrücke oder in neuerer Zeit anhand seiner DNA, sind die bekanntesten Beispiele. So wurde Amanda Knox, die wegen Mordes angeklagt war, schließlich vom obersten italienischen Gericht freigesprochen, weil in der Beweiskette an einer Stelle nicht eindeutig gesagt werden konnte, dass sie die Täterin war.

Eindeutigkeit gibt es hinsichtlich der maskierten Täter bei G20 in Hamburg nicht. Aber wen interessiert schon juristische Sauberkeit, korrekte Ermittlungsarbeit, wenn es einem politischen Kalkül dient. Gilt doch der Satz: Linksextreme Gewalttäter erkennt man daran, dass man sie infolge ihrer Maskierung nicht erkennen kann.

klaus baum am :

leider sind mir bei meinem kommentar ungenauigkeiten passiert, kann aber keine korrekturfunktion finden. der erste absatz bzw. die in diesem geäußerten inhalte beziehen sich ein die brokdorfdemo von 1986.
und: hinzufügen wollte ich noch, dass bezüglich hamburg G20 die rede davon war, merkel wollte hamburg als austragungsort. die rosenheim-cops flüsterten mir zu, sofern das stimme, hätte merkel ein astreines motiv, weil hamburg der ideale ort wäre, randale zu inszenieren, die sich wenige monate vor der wahl gut nutzen ließe.

MR am :

Nach dem Stil der zweiwertigen Logik, von Facebook etc. sucht man natürlich "zwei Seiten": likes und likes not. Auch ich ließ einfachheitshalber unerwähnt, dass es noch etliche Möglichkeiten gibt. Aus den Anti-Springer-Demos ist uns belegt bekannt, dass vom Verfassungsschutz Engagierte spaßbereite Gewaltbereite zum Herstellen und Werfen von Molotow-Cocktails animiert haben. Dito Kurras-Ohnesorg. Auf einem Pressekonferenz-Kino wurde auch ein Werfer aus dem genannten "Block" mit dem Kommentar gezeigt: Sehen Sie, der ist gar nicht schwarz gekleidet, der hat ein weißes T-Shirt an!
Agents provocateurs sind ja nun ein älteres Thema. Und eine Nichtpolitik, die statt Regieren das Sündenbockfinden beherrscht, auch. Gelingen wird ihnen zweierlei: Die Überlärmung der Frage, wer jetzt da eigentlich der scharze Block ist (Gang 20?); und zweitens, wen man im Herbst "sicherheitshalber" zu wählen hat. ("Keine Experimente", tönte die CDU in den 1950ern erfolgreich, gegen den "Roten Block" und später die "roten Socken". Ich erstaune täglich, wie die Medien bereit sind, den Herrn Schulz zu demontieren, als wäre der Name nicht deutsch genug, vgl. Pilsudski, Czerwinski etc.)

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