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Unglaubliches: Das Verhältnis von Hunger und Militär?

Gerne lästert man über das, was alles so Läppisches wissenschaftlich erforscht wird. So tat es ich hier auch des öfteren - zumal ich einige Forschungsprozeduren und ihre Institutionen dereinst selbst kennenlernen durfte.
Nun reibe ich mir die Augen: Das Bonner International Center for Conversion hat den Militarisierungsgrad von Gesellschaften zu deren Vorkommen im Welthunger-Index der Deutschen Welthungerhilfe in Beziehung gesetzt.
"Der Welthungerindex erklärt Hunger nicht nur mit ökonomischen oder klimatischen Ursachen, sondern auch mit Instabilität und gewaltsamen Konflikten. Dass die meisten Staaten, in denen Hunger herrscht, einen relativ niedrigen Militarisierungsgrad haben, verweist darauf, dass eine schwache Militarisierung häufig nicht auf eine friedliche Gesellschaft, sondern vielmehr auf einen schwachen Sicherheitssektor und ein unsicheres Umfeld hindeutet." (Mit Beispielen) Andersherum "befinden sich unter den 20 am stärksten unter Hunger leidenden Ländern auch Staaten mit einem relativ hohen Militarisierungsgrad. Hierzu zählen der Tschad (Platz 68), Namibia (Platz 46), Pakistan (Platz 52) oder Angola (Platz 37), das innerhalb der Länder Subsahara Afrikas der am stärksten militarisierte Staat ist."
Unbedingt die Pressemitteilung lesen und selber weiterforschen. Mich würde z.B. mal interessieren, wie der Militarisierungsgrad der USA sich mit der Reichtumsverteilung nach oben, der Polarisierung der Gesellschaft und der Aggressivität nach außen (sowohl politisch als auch militärisch) in Beziehung setzen ließe?
[Übrigens darf man die Politik wohl auch mal loben? "Der Index wird durch das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert."]

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