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Wurstfabrik

Ich hinter einem an dem Supermarktband. Groß, breit, hoch wie direkt aus der Wurstfabrik. Der Blick nach vorn ist mir verstellt, keine Ahnung, wieviel er da aufzuräumen hat. (Nebst Frau und Kind, wie sich dann herausstellt.) Ich habe drei Teile, die ich schonmal vorsichtig hinter ihm placiere. Er gegen mich: "Sie stellen hier garnichts drauf, bevor ich nicht fertig bin!! Ansonsten können wir uns gerne draußen unterhalten!!!" Ein phantastischer Gewaltakt. Ich kann mir schon vorstellen: Wurst gegen Würstchen...
Nun fangen bei dem grundsätzlich kooperativ gestimmten Menschen Emotionen und Gehirn an zu rattern. Man möchte doch gerne etwas (möglichst verbal) Schlagfertiges ersinnen, in Echtzeit. Da ich mir von dem gestorbenen Heiner Müller Stoizismus-Übungen angeschafft habe, denke ich hochgeschwindig letztlich: Jedes Wort ist hier zu viel. Ich sage also etwa: Na dann machen Sie mal. Nun wird man aber nachdenklich an die einfachsten Demokratie-Fragen erinnert: Wie viele sind wir, möchten wir zusammenleben? (Bruno Latour) Die Wurst ist mir also nicht nicht nur wurst, sondern ich frage mich: Kann die Gattung Mensch auch in diesen Exemplaren verändert werden, ohne auf den Nazi- oder Vietnam- usw. Trip zu gehen?

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