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Zunehmender Parkraumdruck in Kassel-West

Im Vorderen Westen entsteht zunehmender Parkraumdruck, welcher für die Anwohner vor allem an Wochenenden und bei größeren Veranstaltungen in der Stadthalle zur Belastung wird. Der Stadtteil mit der größten Einwohnerzahl pro Quadratmeter und den meisten inhabergeführten Ladengeschäften in Kassel platzt aus allen Nähten. Denn für die aus der Gründerzeit stammenden historisch einmaligen Straßenzüge, deren Erhalt der Ortsbeirat seit Jahren mit viel ehrenamtlichem Engagement unterstützt, hat die Stadt auch in ihrem Verkehrsentwicklungsplan (VEP) 2030 kein einheitliches Konzept. Immer wieder kommt es zu unsinnigen und unkoordinierten Einzelsanierungen der Stadt, die auch auf detaillierte Vorschläge des Ortsbeirats einfach nicht eingehen will. Siehe auch: Kassel-West eV.
So fielen durch die Sanierung der Goethestraße erst in diesem Jahr wieder zahlreiche Parkplätze für Anwohner und anliegende Geschäfte weg. Zulieferungsdienste, etwa für die alteingesessene Gravieranstalt Plachy in der Germaniastraße, und die zunehmende Anzahl der Pflegedienste finden keine Haltemöglichkeiten mehr.
Das Kongress Palais wirbt sogar mit der Bereitstellung von 1.200 kostenfreien Parkplätzen, die allerdings von den Anwohnern dringend gebraucht werden. Bisher weigert sich das Ordnungsamt der Stadt Kassel sogar bei großen Veranstaltungen in der Stadthalle, das Falschparken auf Gehwegen und Fußgängerquerungen zu kontrollieren, dies offensichtlich nur, weil in der Abendzeit kein Personal zur Verfügung gestellt werden soll. So jedenfalls äußerte sich Stadtbaurat Christof Noda auf einer Diskussionsveranstaltung zum Thema ›Verkehrsentwicklung im Vorderen Westen‹ am 22.7.2014 im Bürgerzentrum West.
Die Piratenpartei Kassel Stadt-Land-Web fordert deshalb die Stadt Kassel auf, die Anfragen und Beiträge der Anwohner des Stadtteils ernst zu nehmen und im VEP 2030 Abhilfemaßnahmen zu verankern. Die Verkehrssicherheit im Stadtteil West benötigt langfristig eine getrennte Führung von Rad- und Fußwegen, zusätzliche Zebrastreifen am Bebelplatz in Richtung Friedrich-Ebert-Straße sowie am Karl-Marx-Platz und in der Germaniastraße, außerdem eine Entschärfung der brisanten Verkehrssituationen vor den Schulen durch ›Elterntaxis‹ sowie eine Entlastung des Autoverkehrs durch Unterstützung von Carsharing-Initiativen. Denn ein Gemeinschaftsauto kann bis zu zehn Privatautos ersetzen.
Auch könnte eine engere Taktung der öffentlichen Verkehrsmittel in den Abendstunden und an Wochenenden den Autoverkehr spürbar entlasten.

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