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Mehr bezahlen, als es kostet I

Angekündigt war der Vortrag von Marcus Steinweg aus Braunschweig/Berlin unter dem Titel „Philosophie als Wahrheitsberührung“.
Marcus Steinweg ist Philosoph und bekennt sich dazu. In seinem Vortrag, gehalten im Theaterstübchen vor reichlich anwesendem Publikum, behauptete er, dass es Philosophie nur als Behauptung gibt. Wahrheit kann nur berührt, aber nicht erreicht werden. Wahrheit ist das Unbewohnbare. (Steinweg illustrierte das an seiner Lesart der platonischen Philosophie.) Ihm zufolge nimmt der Philosoph nicht an einer Idee oder einem göttlichen Plan teil, sondern er muss sich selbst sein Wesen geben. Selbstaufrichtung nennt er das, sich über die etablierten Gewissheiten hinaus selbst setzen. Von Sartre ausgehend: „Wir sind zur Freiheit verurteilt“ wendet er sich gegen die „triumphale Verkleinerung“ derer, die sich als Opfer der Geschichte, der Biographie definieren. Es geht nicht darum, sich zu finden, sondern sich zu erfinden. Das sei eine Entscheidungsfrage. Eine der wichtigsten Entscheidungen ist es, mehr zu geben als man hat, also mehr zu bezahlen, als es kostet.
Zu den Fragen und Anmerkungen des Publikums antwortete er im Stil der Bergpredigt (Matthäus 5, 37) mit einem entschiedenen Ja Ja, Nein Nein. In der Schrift geht es so weiter: „Was darüber hinausgeht, ist vom Bösen.“
Die Berichterstatterin wurmt sich, dass sie etwa 2% des Vorgetragenen wiedergegeben meint gekonnt zu haben, aber sie hat sich über die Freude des Philosophen an seiner Eigentätigkeit gefreut. Weiteres kann man in einigen Merve-Bänden nachlesen.
Eingeladen hatte die Akademie Invitare.

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