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Stabile große Koalition in Kassel – kein Einsatz gegen Privatisierung und für gerechte Bezahlung

Sowohl auf Bundesebene als auch im Lande wird ja fleißig an Koalitionen geschraubt. Schwarz-Grün, Schwarz-Rot, Rot-Grün-Gelb lauten die zweifelhaften Angebote. Der Konstellation, die tatsächlich mal ein bisschen andere Perspektiven eröffnen könnte – Rot-Grün-Rot – wird von niemandem ernsthaft Chancen eingeräumt.
In Kassel wurde gestern wieder einmal zuverlässig bewiesen, dass es hinsichtlich der ganz großen, real existierenden Koalitionaus FDPCDUGRÜNESPD ziemlich wumpe ist, wer da mit wem am Ende RRingelpiez mit Anfassen spielt. Wenn’s drauf ankommt – also auf konkretes Handeln gegen z.B. Lohndumping oder gegen Privatisierung öffentlichen Eigentums – dann brauch’ man auf diese große Koalition nicht zu zählen.
Das Kasseler Klinikum will die Aufgabe der Sterilisation des OP-Bestecks und allem was da dran hängt ausgliedern. Dass man sich hier Gedanken um eine Neustrukturierung gemacht hat, nach all dem Ärger den es in der Vergangenheit hier gab, ist verständlich. Ob es dann gleich eine extra Firma sein muss……selbst da waren wir Linken kompromissbereit. Ob man wirklich einen externen „Systempartner“ als Gesellschafter ins Boot holen muss……..immer noch Kompromissbereitschaft bei den linken Weltverbesserern.
Zwei Dinge aber wollten wir sicher stellen und stellten entsprechende Änderungsanträge. hier weiter lesen

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Kommentare

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MR am :

Lieber Kai Boeddinghaus, ich schätze Deine Don Quichoterie (zit. Karl Marx), aber die Richtung ist verkehrtrum. Man muss sich offenbar in Kassel darauf einrichten, dass es eine große Unentschiedenheitspartei gibt, die aus rot und grün gemixt ist. Nehmen wir an, sie würde etwa zwischen Brasselsberg, Hopla und vorderem Westen liegen. Allen diesen Gruppen ist das historische Verständnis (von etwa: links/rechts) abhanden gekommen, wenn sie es denn hatten. Wenn Du da mit ironischem Geplänkel antwortest, kann ich nur raten: Sage deutlich "Arschloch"!

Kai Boeddinghaus am :

1. Dass ich nicht deutlich genug sage, was ich von denen und ihrer Politik oder besser, was die für Politik halten, selber halte, ist nun ein eher seltener Vorwurf. (Ich kann nicht wirklich Besuche im Stadtparlament und seinen Ausschüssen empfehlen; aber es gäbe die Möglichkeit, sich davon ein eigenes praktisches Bild zu machen).
2. In der Nachbetrachtung dann rumzufluchen ist mir schlicht zu langweilig. Die schriftlichen Ergüsse dienen nicht zuletzt einer Entspannung meiner Magenschleimhäute. Denen gefällt dieser Stil einfach besser.
3. Diese Partei gibt es defintiv nicht. Eine Partei ist etwas, was sich konstituiert und nicht einfach mäandert. Und es ist für mich (zugegeben ganz subjektiv) offensichtlich, dass es eben (in Bund, Land und Stadt) in zentralen Politikfeldern eine erhebliche Nähe/Koalition zwischen FDPCDUSPDGRÜNEN gibt. Nicht immer programmatisch, aber i.d.R. sehr zuverlässig real handelnd. Ob die für ein bisschen mehr Nähe und Verbindlichkeit zur eigenen Programmatik, die bei etlichen Entscheidungen in diametralen Gegensatz steht, dann mehr Verständnis für rechts/links braucht, weiß ich nicht. Wäre mir ggf. aber auch zu theoretisierend.

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