Ich schicke vorweg, dass ich keinerlei Sachkunde betreffs Planung und Durchführung zur sog. Grimm-Welt habe, und mir dazu auch keine anmaße. Mich verfolgt allerdings der anmaßende Ton der Diktaturen, mit dem die Stadt von oben herunter mittels Pressemitteilung Initiativen und Leute denunziert - wie irrational auch immer diese argumentieren mögen, evtl. auch beim Einspruch gegen die gegenwärtige Planung. Ich zitiere dazu das Ende der Pressemitteilung: "Der Sprecher forderte die Bürgerinitiative auf, zur Sachlichkeit in der Diskussion und zur Wahrhaftigkeit zurück zu kehren und das Werfen von Nebelkerzen zu unterlassen. So solle sie deutlich den Bürgerinnen und Bürgern sagen, dass es ihr nicht um die Verschiebung, sondern um das Aus für die Grimm-Welt gehe. Und dies sei nicht im Interesse des Gesamtwohls der Stadt Kassel."
Zunächst Zitat: "Stadt: Bürgerinitiative Weinberg will keine Verschiebung
Zurückgewiesen hat ein Sprecher der Stadt die Behauptung der Bürgerinitiative Weinberg, bei dem Hinweis des ehemaligen hessischen Wirtschaftsministers Posch habe es sich um eine „bestellte Gefälligkeit“ gehandelt. Posch hatte der Stadt mitgeteilt, dass sie bis Ende 2012 eine Entscheidung zur Grimm-Welt getroffen haben müsse, damit die zugesagten sechs Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionalentwicklung nicht verloren gingen.
Der Stadtsprecher wies darauf hin, auch die Äußerung der Bürgerinitiative, dass künstlicher Druck aufgebaut werde, sei gänzlich fehl am Platze. Die Stadt sei dem ehemaligen Wirtschaftsminister Posch sehr dankbar, dass er nochmals für die notwendige Klarheit in der Frage der Finanzierung der Grimm-Welt auf dem Weinberg gesorgt habe. Alle, die sich jetzt mit dem Thema beschäftigten, wüssten nun, dass die von der Bürgerinitiative ins Spiel gebrachte angebliche Verschiebung um zwei Jahre keine Verschiebung, sondern in Wirklichkeit das Ende des Grimm-Projektes auf dem Weinberg sei. Dies allerdings könne nicht gewollt sein, wenn sich die Stadt Kassel als Grimm-Stadt nicht nur national, sondern auch international etablieren wolle."
Nr. 1: "Der Sprecher" ("Der Stadtsprecher") beansprucht das stellvertrende Gemeinwohl-Sprechen und ist als solcher nicht identifizierbar. Ich habe schon gelegentlich nachgefragt, wer denn das ist, und keine Antwort bekommen.
Nr. 2: "gänzlich fehl am Platze", "alle wissen nun", "in Wirklichkeit", nationale/internationale Interessen, "der Sprecher fordert auf", "sie solle sagen", "Interesse des Gesamtwohls"...
Ich mache darauf aufmerksam, dass sich in diesem obrigkeitlichen Gehabe der totalitäre Jargon des Eliminierens nicht verbirgt, sondern klar äußert. Wo standen noch die Lautsprecher dieser Sprecher?
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Martin Reuter