Die Grüne Kreistagsfraktion im Landkreis kritisiert unabhängig von den absehbaren hohen Investitionskosten für den Flughafenneubau auch die scheinbar akzeptierte Narrenfreiheit der Geschäftsführung in Bezug auf die steigenden Betriebskosten.
Man kann wohl von luxuriösen Verhältnissen sprechen, wenn zukünftige Abteilungsleiter 3 Jahre Zeit haben ihre Abteilungen aufzubauen, und das für einen Flughafenbetrieb, der ja nicht in Calden neu erfunden wurde, sondern gängige Praxis ist, so Fraktionsvorsitzende Weinert.
Aber das ist nur ein Beispiel, welches die besonderen "Verhältnissen" in Calden widerspiegelt, bei denen man ja auch lange Zeit nicht in der Lage war, die Investitionskosten realistisch zu berechnen. Aber dafür kann man es sich leisten, weil der Zugriff auf die öffentlichen Kassen der Anteilseigner, unabhängig von deren defizitären Haushaltslage, vertraglich festgeschrieben ist.
Für die Kreistagsfraktion ist sicher, dass diese Entgleisung der Betriebs- und Investitionskosten mit privaten Anteilseignern nicht möglich gewesen wäre. Unabhängig davon, ob man solche Projekte nun politisch unterstützt oder nicht, sollte eine verantwortungsvolle Haushaltspolitik betrieben werden und auch die Kosten kontrolliert und hinterfragt werden. Stattdessen haben sich die befürwortenden politischen Gremien scheinbar nach der politischen Entscheidung für den Neubau die Decke über den Kopf gezogen, um das Trauerspiel nicht mit ansehen zu müssen.
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Steffi Weinert
ich bin ja sehr oft Deiner Meinung. Aber was du hier als Schwäche der Umweltgruppen brandmarkst, lässt sich ebenso gut als Übermacht der Lobbyisten oder Dummheit der Politiker identifizieren.
Vielleicht einigen wir uns auf die Mitte. Ich halte es nicht für fair, den wenigen Aktiven die Schuld in die Schuhe zu schieben.
Dies ist eine sehr asymmetrische Auseinandersetzung.