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Wieder ein Verbot verschlafen!

Ich schaue meiner 91-Jährigen zu, wie sie beidhändig das Feuerzeug bedient. Ich frage, was das denn soll, es gibt doch auch die ganz leicht zu bedienenden? Sie sagt, die gibts nicht mehr. Ich sage, das gibts doch nicht, und wenn doch, dann gibts die im Internet. Ich gehe schonmal analog los. Nein, die sind seit 2007 verboten, die gibts nur noch mit Kindersicherung. Digital gehts dann weiter.
Überraschung: Die blogs sind schon 2007 damit voll. Da ich schon lange nicht mehr rauche, und da es in den Medien einen Riesenqualm um das generelle Rauchverbot gegeben hat, sind mir die kleinen Objekte in dieser Wolke verschwunden. Es gibt sie nach Umsetzung der EU-Richtlinie EN13869:2002 wirklich nicht mehr. Weil Feuerzeuge gefährlich sind, wie der Name "Feuerteufel" schon sagt. Das Toleranzedikt von Brüssel besagte, man wolle einen Ausverkauf bis 2008 dulden - vermutlich um die chinesische Wirtschaft nicht zu schädigen. Ich komme (unschuldig) 3 Jahre zu spät.
Die gute Nachricht 1: "In den USA, Kanada, Neuseeland und Australien ist bereits seit Jahren eine Kindersicherung an Feuerzeugen vorgeschrieben." Dadurch konnte im freien Westen "die Zahl der tödlichen Verletzungen und Brände um bis zu 60% gesenkt werden." (Also im Irgendwo zwischen 0 und 60. 60 klingt imponierend, 0 nicht.)
Die gute Nachricht 2: "Luxusfeuerzeuge" sind davon nicht betroffen. In der Zweiklassengesellschaft (mit/ohne Luxus) ist das Problem einfach in die obere Klasse (gehobener Mittelstand bis Hochklassigkeit) verschoben worden. Wir werden also in Zukunft sehr viel mehr Brände von gutbürgerlichen bis Prachtvillen, verursacht durch "Kinder unter 51 Monate" mit Hilfe von Feuerteufeln der oberen Preisklasse, erleben.
Die Moral von der Geschicht': Traue der vollständigen Aufklärung nicht! Reine Vernunft führt zum Terrorismus. Wer sie nicht hat, der verordnet sie. Ich fordere deshalb eine Sicherung der Kinder vor uns.

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