Freitag, 12. August 2011
Ist die station15 noch zur retten?
Claudia Huss in Kultur
Wir wollen gegen den bevorstehenden Abriss aufbegehren und hoffen, dass viele BesucherInnen des Kunst- und Kulturrundgangs unseren Widerstand unterstützen und sich in unsere Unterschriftenliste an die Stadt Kassel eintragen. Und der Grund für das endgültige Aus dieser ungewöhnlichen Spielstätte ist die baufällige Toilettenanlage und eine teils beschädigte Treppe am Westende der Goetheanlage. Die alte Trafostation der Raum (station15) in dem dies alles bisher statt fand, ist laut Statiker noch weiterhin sicher nutzbar, soll aber in diesem Zuge mit samt der Treppenanlage ebenso abgerissen werden.
"Treppe in der Goetheanlage ist nicht zu retten
...Die Treppe ist nicht mehr zu halten“, sagt Volker Lange vom Umwelt- und Gartenamt der Stadt. „Sie muss abgerissen werden.“ Dass sie nicht mehr so intensiv gepflegt werde, hänge mit ihrer Baufälligkeit zusammen. Was gefahrlos weggeräumt werden könne, werde aber beseitigt. Eine Sanierung ist laut Lange wegen der Hohlräume darunter nicht möglich. Zu diesem Ergebnis sei die städtische Gebäudewirtschaft gekommen. Allerdings wird das marode Bauwerk noch bleiben müssen. Vor 2012 ist nicht mit einem Abriß zu rechnen. Der wird nach Angaben des Planers voraussichtlich 125 000 Euro kosten, der Neubau weitere 250 000 Euro. Die Beträge seien für den Haushalt 2012 angemeldet worden, müssen aber noch von den Stadtverordneten bewilligt werden." (HNA am 07.04.2011)
Und was sagt das Amt für Denkmalschutz dazu, dass dieses Gesamtensemble aus den 50er Jahren einfach so platt gemacht werden soll und sich das Erscheinungsbild des Parks dadurch gravierend verändern wird??? Ein rollstuhltaugliche Rampenauffahrt soll an dieser Stelle in Zukunft entstehen. Es gibt schon mehrere ebenerdige Zugänge zum Park, so kann von Bedarf oder Nutzen hier eigentlich nicht die Rede sein. Und was passiert mit dem kleinen "Tempelchen" (Kiosk und Trinker Treff direkt über der station15). Dieses Kleinod aus der Nachkriegszeit, muss es auch weichen? Fragen über Fragen! Sang und klanglos soll hier alles verschwinden!
Wir, die Betreiber der station15, werden versuchen diesen Ort vor dem Abriss zu bewahren und schlagen der Stadt Kassel eine freundliche Übernahme der Anlage für 1€ sowie die Pacht des Geländes vor. Als Alternative würden wir auch die schon im Zitat erwähnten 375.000 Euro für Abriss und Neubau verwalten und organisieren damit eine fach-und sachgerechte Renovierung. Diese astronomische Summe können wir bei Weitem unterbieten. Für diesen Betrag ist die Anlage sicher zu retten, hierzu haben sich bereits einige Fachleute positiv geäußert. Es wird geschätzt, dass sogar die für den Neubau der Rampenlösung veranschlagten 250.000 € übrig bleiben. Die Stadt muss sparen, die Bürger helfen ihr dabei! Die station15 existiert seit Mai 2002 und wurde alle Jahre mit Fördergeldern vom Kulturamt Kassel unterstützt. Als Dankeschön wollen wir nun auch die Stadt Kassel durch unsere Mithilfe bei der Wiederherstellung unterstützen, indem wir helfen, eine Menge Geld einzusparen. Wir hoffen, dass die Stadt auf unser öffentliches Engagement eingeht und offen ist für neue Wege der Zusammenarbeit mit willigen Kulturbetreibern und Bürgern.
2012 zur kommenden documenta hatten wir uns unser bevorstehendes 10 jähriges Jubiläum wahrhaftig anders vorgestellt. Mit 25 verschiedenen künstlerischen Beiträgen teils aus verschiedenen Ländern konnten wir schon zur letzten documenta einen aktiven Beitrag zum Rahmenprogramm der ortsansässigen Kultur leisten. Sollte dies unser Aus sein, geht genau dieses kulturell wertvolle Potential an der Basis verloren.
Zu unserer Veranstaltung im Rahmen des Kunst- und Kulturrundgangs im Vorderen Westen "Ist die station15 noch zu retten???" liegt eine Unterschriftenliste zum Erhalt und Wiederaufbau "der station15" und der Treppenanlage mit dem dem "Tempelchen" aus. Wir freuen uns über jede/n, der unser Engagement mit seiner Unterschrift unterstützt.
Impressum | Alle Beiträge von Claudia Huss
"Treppe in der Goetheanlage ist nicht zu retten
...Die Treppe ist nicht mehr zu halten“, sagt Volker Lange vom Umwelt- und Gartenamt der Stadt. „Sie muss abgerissen werden.“ Dass sie nicht mehr so intensiv gepflegt werde, hänge mit ihrer Baufälligkeit zusammen. Was gefahrlos weggeräumt werden könne, werde aber beseitigt. Eine Sanierung ist laut Lange wegen der Hohlräume darunter nicht möglich. Zu diesem Ergebnis sei die städtische Gebäudewirtschaft gekommen. Allerdings wird das marode Bauwerk noch bleiben müssen. Vor 2012 ist nicht mit einem Abriß zu rechnen. Der wird nach Angaben des Planers voraussichtlich 125 000 Euro kosten, der Neubau weitere 250 000 Euro. Die Beträge seien für den Haushalt 2012 angemeldet worden, müssen aber noch von den Stadtverordneten bewilligt werden." (HNA am 07.04.2011)
Und was sagt das Amt für Denkmalschutz dazu, dass dieses Gesamtensemble aus den 50er Jahren einfach so platt gemacht werden soll und sich das Erscheinungsbild des Parks dadurch gravierend verändern wird??? Ein rollstuhltaugliche Rampenauffahrt soll an dieser Stelle in Zukunft entstehen. Es gibt schon mehrere ebenerdige Zugänge zum Park, so kann von Bedarf oder Nutzen hier eigentlich nicht die Rede sein. Und was passiert mit dem kleinen "Tempelchen" (Kiosk und Trinker Treff direkt über der station15). Dieses Kleinod aus der Nachkriegszeit, muss es auch weichen? Fragen über Fragen! Sang und klanglos soll hier alles verschwinden!
Wir, die Betreiber der station15, werden versuchen diesen Ort vor dem Abriss zu bewahren und schlagen der Stadt Kassel eine freundliche Übernahme der Anlage für 1€ sowie die Pacht des Geländes vor. Als Alternative würden wir auch die schon im Zitat erwähnten 375.000 Euro für Abriss und Neubau verwalten und organisieren damit eine fach-und sachgerechte Renovierung. Diese astronomische Summe können wir bei Weitem unterbieten. Für diesen Betrag ist die Anlage sicher zu retten, hierzu haben sich bereits einige Fachleute positiv geäußert. Es wird geschätzt, dass sogar die für den Neubau der Rampenlösung veranschlagten 250.000 € übrig bleiben. Die Stadt muss sparen, die Bürger helfen ihr dabei! Die station15 existiert seit Mai 2002 und wurde alle Jahre mit Fördergeldern vom Kulturamt Kassel unterstützt. Als Dankeschön wollen wir nun auch die Stadt Kassel durch unsere Mithilfe bei der Wiederherstellung unterstützen, indem wir helfen, eine Menge Geld einzusparen. Wir hoffen, dass die Stadt auf unser öffentliches Engagement eingeht und offen ist für neue Wege der Zusammenarbeit mit willigen Kulturbetreibern und Bürgern.
2012 zur kommenden documenta hatten wir uns unser bevorstehendes 10 jähriges Jubiläum wahrhaftig anders vorgestellt. Mit 25 verschiedenen künstlerischen Beiträgen teils aus verschiedenen Ländern konnten wir schon zur letzten documenta einen aktiven Beitrag zum Rahmenprogramm der ortsansässigen Kultur leisten. Sollte dies unser Aus sein, geht genau dieses kulturell wertvolle Potential an der Basis verloren.
Zu unserer Veranstaltung im Rahmen des Kunst- und Kulturrundgangs im Vorderen Westen "Ist die station15 noch zu retten???" liegt eine Unterschriftenliste zum Erhalt und Wiederaufbau "der station15" und der Treppenanlage mit dem dem "Tempelchen" aus. Wir freuen uns über jede/n, der unser Engagement mit seiner Unterschrift unterstützt.
Impressum | Alle Beiträge von Claudia Huss
Kommentare
Ansicht der Kommentare:
(Linear | Verschachtelt)
die s15 soll bleiben! Hier gibt es immer ein außergewöhnliches Programm, alles andere als mainstream, die Stimmung ist immer gut und die Betreiber sooo klasse.
#1
Kulturhopper
am
18.08.2011 09:30
(Antwort)
Ja schade drum. Station 15 sollte weitermachen dürfen. Von mir aus auch mit dem levitierten Wasser (auf jeden Fall mit Strom und Warburger).
#2
Goetheanwohner
am
25.08.2011 17:16
(Antwort)
Kommentar schreiben
