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NADINE FINGERHUT - Das Blaue vom Himmel

Wieder ein "Ich-mach-das-jetzt!" Impuls, der sich lohnt begleitet zu werden. Nach einer ganzen Serie von kleineren und größeren Auftritten kam der Entschluss, doch nun auch mal eine CD zu produzieren und sich am Markt zu präsentieren und mit all den anderen Singern & SongwriterInnen zu messen. Ein passendes Studio und ein erfahrener Produzent wurden gefunden und so entstand ein erstes kleines Ausrufezeichen mit der vorliegenden EP. So laden wir denn ein, sich am Blau des Himmels zu erfreuen und den einen oder anderen Stolperstein auf dem Weg des Lebens wahrzunehmen. Auf die Zukunft Nadine Fingerhut!
Wie gesagt, hier geht's um eine EP mit gerade mal knapp 25 Minuten, aber auch die wollen ja erst einmal gut gemacht werden. Nadine hat dafür sechs Lieder geschrieben. Neben ihrem feinen Gesang und dem gekonnten Spiel auf der akustischen Gitarre, sind Christopher Ensz mit dem Cello und Produzent Tom Ripphahn auf Gitarren, Bass und Schlagwerk angetreten, die Musik rund zu machen. Das ist für ein Debut ohne großes Budget auch gut gelungen.

Persönlich empfinde ich die Verse mitunter ein wenig zu schnodderig für eine junge Frau aus gutem Hause mit glücklicher Kindheit und auch die Gesangsmelodie-Architektur wagt noch keinen groß, freischwebenden Bogen, aber für ein insgesamt mutiges erstes Album sind das keine Abstriche.

Jede/r Singer/SongwriterIn braucht, neben einer guten Handhabung seiner Instrumente, auch ganz unbedingt die Gabe großartige Bilder mit seinen Liedern zu schaffen. Und da ist Nadine ganz eindeutig auf einem interessanten Weg!

Das Blaue vom Himmel, Titelstück der EP, illustriert das sofort. Neben einem kurzen Intro auf der akustischen Gitarre, kommen die beiden Jungs dazu schaffen farbige Klang-Fülle. Da macht's auch nicht, wenn ein Instrument hinterher drauf gelegt wird.



Im Leichen ausm Keller wird der große Spiegel aufgestellt. Aber wie schon zu Grimm's Zeiten, Schneewittchen ist immer noch da. (Wenn auch nicht mehr hinter den sieben Bergen und von den Zwergen ist sie bekanntlich ja auch schon seit Ewigkeiten ausgezogen.) Das Stück ist ruhig gehalten und unterstütz eindrucksvoll die fragenden Verse. Das Cello zupft und streicht eine dezente Düsternis in den Raum; die Filz-Klöppel des Schlagwerks machen den Donner freundlich.



Vielleicht nur manchmal ist rockig, verzerrt und kommt auch laut gut. Schöner Versuch, den Gesang mit ihrer eigenen Stimme im Background zu erweitern. Da gibt's sicherlich noch viel zu entdecken in der Zukunft. Doch wer weiss schon was er tun soll wurde, genau wie der Titelsong, gemeinsam mit Tom Ripphahn geschrieben. Wieder ein ausgewogenes Klangbild um die akustische Gitarre von Nadine. Mit frohem Frühlingsrhythmus kommt Salz der Erde daher. Nur Gesang und akustische Gitarre - schön! Im Grosse Fische wird noch einmal das große Ganze angspielt. Gut ausgewogen die Gesangs- und Improvisations-Passagen.



Wie gesagt, ein insgesamt gelungenes Debut, selbst oder gerade weil man mitunter meint das Herzklopfen der jungen Künstlerin zu hören. Nadine Fingerhut ist weiterhin fleißig unterwegs. Es lohnt darum der häufige Blick auf ihre Tourdaten. Weiteres über die Künstlerin ist auch in einem Interview zu erfahren. (analoghaus)


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