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Unser Finale zum Dokufilm

Wir waren zum Schluss bei unserer eigenen körperlich-seelischen Ergreifung, beim Film über den Auschwitz-Prozess und seinen Staatsanwalt Fritz Bauer. (Ilona Ziok, Fritz Bauer - Tod auf Raten)
Also wir waren auf einem anderen Finale, dem nicht ganz so spektakulären, besonders berichtenswerten, besonders aufmerksamkeitswürdigen. Gertrud und ich waren, wenn ich es (versuchsweise) richtig sehe, von unserem eigenen Alter ergriffen. Genauer: Während sich ringsum auf merkwürdige Weise junge Menschen für oder gegen Israel/Juden/Palästina/Muslime in evtl. dritter Generation engagieren, sitzt es uns als Kindern der Verursachungs- oder Mitmach-Eltern in den Knochen, im Leib, im Körper. Ergreifend war auch dieser verstorbene Mann, der im buchstäblichen Sinne seinen Job gegen die Mordmaschine ernst genommen hat und dafür von der Verdrängungsgesellschaft abgestraft wurde.
Übrigens hatten "wir" reizende französische Damen und Herren zu Gast, denen wir es, und die es uns heimgezahlt haben. Möge es öfters so sein. Völkerverständigung ist natürlich, bei sich selbst so reizend herrichtenden Frauen, immer einfacher, während die männlichen französischen Aristokraten von der einheimischen Frau erstmal haushaltstechnisch hergerichtet werden musten...

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Kommentare

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Anonym am :

Was dann doch etwas überraschend war: Die Tatsache, dass sich Bauer der Bekanntschaft mit der Nazisau Stauffenberg gerühmt habe. Aber evtl. nimmt man es unter Deutschlandvoranbringern nicht so genau.

Auch bemerkenswert: Die Empörung darüber, dass doch glatt niemand im Parlament zu finden war, der gegen das Verjährungsgesetz gestimmt hätte!

Schliesslich waren es doch gerade Schuhmacher und die anderen Alten Reichsbannerkameraden, die diese Leerstellen zu verantworten hatten: Die Partei war verboten und die Leute sassen schon wieder im Knast.

MR am :

Lieber Kamerad, welchen Stauffenberg meinst Du denn, Kamerad? Und lieber Kamerad, was hast Du denn gegen eine Vereinigung einzuwenden, die gegen Nazis etwas einzuwenden versucht hat?

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