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Sophie Henschel: Unternehmerin und Stifterin

Die Postkarte zum 100-jährigen Firmenjubiläum demonstrierte den Anspruch der Firma Henschel, eine nationale Firma zu sein. Foto: Henschel Familienarchiv
Wir befinden uns im Henschel-Sommer, in dem mit verschiedenen Veranstaltungen das 200. Firmenjubiläum von Henschel gefeiert wird. Am vergangenen Samstag fanden die Feierlichkeiten im Rot-Kreuz-Krankenhaus statt, das es ohne die großzügigen Spenden von Sophie Henschel nicht gegeben hätte. Sophie Henschel gehört zweifellos zu den bedeutensten Persönlichkeiten der Kasseler Geschichte.
Sie setzte Maßstäbe in vielen Bereichen: als Mäzenin, im Wohlfahrtswesen und als Lokomotivfabrikantin. Sie ging selbstbewusst und unabhängig mit ihrem Geld um und war als Unternehmerin und Stifterin wegweisend für zukünftige Generationen. Als Vorsitzende des Kasseler Frauenvereins schrieb sie ein bedeutendes Stück Emanzipations- und Berufsgeschichte von Frauen.
Als Mäzenin hatte sie ab den 1890er Jahren spektakuläre Schenkungen für gemeinnützige Einrichtungen und Großprojekte veranlasst. Am Ende ihres Lebens war die Liste ihrer Spenden lang, überall hatte sie gerne und reichlich geholfen. Ihr Engagement reichte von der Hilfe für einzelne Personen, über die Unterstützung von Kirchengemeinden, Vereinen, Schulen, Krippen oder Asyle bis zum Bau von Krankenanstalten und Zuwendungen für die Errichtung und Ausstattung städtischer Einrichtungen. Wer noch mehr über Sophie Henschel wissen möchte, dem sei das Buch „Sophie Henschel“ von Dr. Ortrud Wörner-Heil empfohlen. Die Autorin zeichnet das Leben von Sophie Henschel, die um 1900 eine der reichsten Frauen des Kaiserreichs war, nach. Sie setzt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf ihre Stiftungstätigkeit.

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